BAS 50 ist erschienen

Noack und Kuenne_Cover_vornKaroline Noack, Martin Künne (eds.)
Die Sammlung Walter Lehmann am Ethnologischen Museum Berlin. Eine Einführung in die Archäologie des südlichen Zentralamerika

Der Band ist für 49,80 € im Buchhandel erhältlich.
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Abstract
Die archäologische Sammlung Walter Lehmann stammt von einer Studienreise, die den deutschen Kulturwissenschaftler und Altphilologen zwischen 1907 und 1909 nach Zentralamerika und Mexiko geführt hat. Sein Forschungsaufenthalt zählt zu den ersten wissenschaftlichen Arbeitsprojekten, die konkrete Problemstellungen und Zielvorgaben verfolgten. Bei seinen Studien sammelte Lehmann in der südlichen Peripherie Mesoamerikas zahlreiche Archäologica, Ethnographica und Folkloristica, die er im Auftrag des Königlichen Museums für Völkerkunde Berlin, des Königlich Bayrischen Ethnographischen Museums München und des Hamburgischen Museums für Völkerkunde erwarb. Der Großteil der systematisch angelegten Sammlungen ist dabei an das Königliche Museum für Völkerkunde in Berlin gelangt. Die zusammen getragenen Konvolute haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der umfangreichsten archäologischen Sammlungen entstehen lassen, die aus Zentralamerika stammen.

Der vorliegende Katalog stellt ausgewählte Archäologica vor, die zur Berliner Sammlung zählen. Sie sollen sowohl einen Einblick in das Wirken des damals 30-jährigen Wissenschaftlers als auch in die präkolumbischen Kulturen der von ihm bereisten Regionen geben. Die abgebildeten Objekte sind auf der Grundlage moderner archäologischer Kriterien nach Material, Region, Zeitstellung, Typ und Variante gruppiert worden. Die meisten Archäologica kommen aus Costa Rica und Nicaragua. Viele Objekte sind dabei an Orten gefunden worden, die inzwischen weitgehend gestört und überbaut sind. Andere stehen heute auf der roten Liste des International Council of Museums (ICOM), welche seltene und von Plünderung bedrohte Objektklassen mit großem Kunsthistorischen Wert nennt.