Mitgliedertreffen / Abendveranstaltung am 17. Mai 2017

Das nächste Treffen des Vereins findet am Dies Academicus der Universität Bonn, dem 17. Mai, in der BASA statt. Wir laden alle Interessierten herzlich zu der öffentlichen Abendveranstaltung mit zwei spannenden Programmpunkten in die Bonner Altamerika-Sammlung ein.

Um 18 Uhr wird Dr. Olga Gabelmann einen Vortrag mit dem Titel „Mobile Bevölkerungsgruppen, Keramik und Agency im Hochtal von Cochabamba (Formativum)“ halten, der auch Teil der Ringvorlesung „Dimensionen von Mobilität und Agency in den Amerikas“ ist, die die Abteilung für Altamerikanistik im Sommersemester ausrichtet.

Mobile Bevölkerungsgruppen, Keramik und Agency im Hochtal von Cochabamba (Formativum)
Zum Mobilität und Agency sind grundlegende Existenzbedingungen und Phänomene sozialer Gruppen und Motor gesellschaftlicher Prozesse. Dies gilt nicht nur für unsere Gegenwart, sondern auch für historische Prozesse wie im Hochtal von Cochabamba (Bolivien) im Formativum (1.500 v.u.Z. bis 200 u.Z.). Mit diesen Dynamiken beschäftigt sich der Vortrag. Aufgezeigt wird, dass nicht nur Menschen in Bewegung waren und sind, sondern auch Dinge. Im Hochtal von Cochabamba sind dies in erster Linie Keramik-Objekte. Im Zusammenspiel mit den Menschen wurden diese ebenfalls „aktiv“ und entfalteten Agency. Der Vortrag präsentiert entlang dieser Fragen neue Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt.

Um 20 Uhr geht es weiter mit einem poetisch-musikalischem Vortrag zu aztekischer Dichtkunst unter Leitung von Dr. Antje Gunsenheimer, an dem Studierende der Abteilung für Altamerikanistik und die Musikgruppe Cuicatl beteiligt sind.

Cantares Mexicanos – Ein Abend mit aztekischer Dichtkunst begleitet von der Musikgruppe Cuicatl
SprecherInnen: Laura Heise, Tobias Mercer, Lina Maren Reiners, Joy Umbeck, Anna-Maria Urban
Musik: Cuicatl unter der Leitung von Miguel García González

Mit Cantares Mexicanos – „mexikanischen Gesängen“ – beschrieb man im 16. Jahrhundert Lieder, Gedichte, epische Erzählungen und Hymnen in aztekischer Sprache. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich eine neue Tradition aztekischer Gedichtkunst entwickelt, die sich an den vorkolonialen Gesängen orientiert. Die Abendveranstaltung, hervorgegangen aus einem Sprachkurs für Fortgeschrittene, bietet einen Einblick in die Themen dieser Lieder und den Klang der aztekischen Worte. Dazu tragen Studierende selbst ausgewählte Lieder und Gedichte im Original und in deutscher Übersetzung vor. Sie werden begleitet von der deutsch-mexikanischen Musikgruppe Cuicatl (azt. „Gesang“). Höhepunkt ist die Präsentation eines neuen Liedes der Gruppe Cuicatl, welches von den Studierenden ins Aztekische übersetzt wurde und an diesem Abend erstmalig zur Aufführung kommt.